Allgemeine Tipps für März

Allgemeine Arbeiten
Das zeitige Frühjahr eignet sich besonders, um neue Beete oder ganze Gartenbereiche anzulegen. Auf die neuen Beete möglichst gründlich sämtliche Wurzelunkräuter entfernen, dann den Boden lockern. Anschließend Humus, (Kompost) und Langzeitdünger einarbeiten. Die vorgesehenen Pflanzen mit Töpfe auf dem Beet verteilen und anordnen. Wenn der Standort ze feststeht, Pflanzlöcher ausheben. Der Wurzelballen sollte immer mit der Beetoberfläche abschließen. Nach der Pflanzung ausgiebig wässern, solange, bis die Pflanzen angewachsen sind.. Zum Schutz gegen Unkräuter und Erhaltung der Feuchtigkeit ist ein Auftrag von Mulchmaterial zu empfehlen.

Rasen
Meistens leidet der Rasen unter dem vergangenen Winter und benötigt dann eine gründliche Auffrischung Zuerst den Rasen ganz kurz mähen, dann mit dem Vertikutierer Moos, Unkraut und Filz entfernen damit wieder genügend Luft an die Grasnarbe kommt. Nach dem Vertikutieren zeigen sich oft Lücken im Rasen, an diesen Stellen eine Nachsaat vornehmen. Für eine zuverlässige Keimung ist es wichtig, die Saatstellen immer gleichmäßig feucht zu halten. Ist die Rasenfläche wieder geschlossen, wird es Zeit mit der Frühjahrsdüngung zu beginnen.

Sommerblumen
Die meisten Sommerblumen werden jetzt gesät, entweder in Saatkistchen. Größere Samenkörner könnenn auch direkt in einzelne Töpfe ausgesät werden. Der Standort entweder die Fensterbank, das Frühbeet oder das Gewächshaus.
Die Saatbehälter mit einer Folie abdecken, damit für eine gleichmäßige Feuchtigkeit gesorgt ist.
Einige robuste Sommerblumen wie z.B. die Ringelblume, können direkt ins Freiland gesät werden.

Gemüse vorziehen
Spätestens jetzt sollten Tomaten und Paprika an einem warmen, hellen Platz ausgesät werden, um eine frühzeitige und reichhaltige Ernte zu erhalten. Am besten werden die Samenkörner einzeln in kleinere Töpfe gesteckt, sie lassen sich dann später leichter verpflanzen, oder in Saatschalen aussähen und später die Jungpflanzen vereinzeln und in größere Töpfe setzen.

Kübelpflanzen
Vor dem ersten, neuen Austrieb sollten die zu groß gewordene Kübelpflanzen zurückge-schnitten und eventuell Umgepflanzt werden, dabei sollte der neue Topf oder Kübel 3-4 cm mehr Durchmesser haben als die alten Behälter. Sehr große Exemplare, die sich nur mit Mühe umtopfen lassen, genügt es die alte Erde am Randbereich, und ältere, abgestorbene Wurzeln, zu entfernen, und mit neuem gut gedüngtes Substrat auffüllen. Kübel und Töpfe, sollten gründlich gereinigt werden. 

O B S T B A U M S C H N I T T

Der Obstbaumschnitt sollte jetzt möglichst abgeschlossen sein,
da die Bäume mit dem Austrieb beginnen.
Obstbäume werden geschnitten, um möglichst viel Licht, Luft und Sonne an die Früchte zu bringen.
Um zu vermeiden, dass überflüssige Äste den Früchten Wasser und Nährstoffe, aus den Wurzeln, wegnehmen.
Werden Bäume nicht geschnitten, setzen sie zwar auch Früchte an wie geschnittene Bäume, aber nach wenigen Jahren
beginnt der Baum zu altern und lässt im Fruchtertrag erheblich nach.
Ungeschnittene Bäume bilden ein zu dichtes Gewirr von Ästen. Die darin angesetzten Früchte bleiben klein und reifen nicht aus,weil sie zu wenige Licht und Sonne abbekommen.
Sinn des Obstbaumschnittes ist eben, dass jede Stelle im Baum genügend Licht und Sonne bekommt und der Baum eine
angemessene Form erhält.
Bei Kernobst (z.B. Äpfel und Birnen) unterscheidet man zwischen einem Erhaltungs- und Erziehungsschnitt.
Bei jungen Bäumen beginnt man damit, alles wegzuschneiden, was nach innen und unten, zu dicht und zu steil wächst.
Kräftige Äste mit schräger, waagerechter, nach außen zeigender Wuchsrichtung belässt man am Baum.
Der Schnitt ist darauf ausgerichtet, die Krone mit Leitästen und Mitteltriebe aufzubauen und die Langtriebe
möglichst schnell in Fruchttriebe umzuwandeln.Sind nicht genug schräg oder waagrechte Triebe vorhanden,
bindet man steil stehende Triebe in eine waagerechtere Haltung herab. Das kann man entweder mit Spreitzstöcken ,
die aus Abfallholz geschnitten und angepasst werden, oder man bindet die Äste nach unten oder hängt Gewischte (Ziegelsteine) an die betreffenden Äste.
Beim Obstbaumschnitt kommt es im wesentlichen auf den Leittrieb an. Er spielt eine entscheidende Rolle beim Austreiben und Wachsen.
Bei allen Bäumen gilt die am weitesten oben stehende Knospe als eine sogenannte Steuerungszentrale für das ganze Wachstum. Alles, was unter der Baumspitze wächst wird von der obersten Knospe gesteuert.
Wenn Kernobst einmal trägt, dann beschränkt sich das Schneiden auf das Auslichten und entfernen steil stehender Zweige.
Pflaumen und Süßkirchen sollt man nach dem Erziehungsschnitt alle paar Jahre ausputzen, das dürre und zu dicht gewachsene Holz herausschneiden.
Sauerkirchen fruchten am einjährigen Holz. Deshalb sollte man diese durch den Schnitt zu neuer Jungtriebbildung anregen.

Sträucherschnitt
Mit einem richtigen Schnitt erreicht man eine schöne Form
Regelmäßig geschnittene Sträucher danken mit reichlicher Blüte und ansehnlichem Aussehen. Aber wie schneidet man richtig? Mit ein paar Grundkenntnissen ist das eigentlich nicht schwer. Oft gibt der natürliche Wuchs Hinweise darauf, wie man am besten schneidet.
1. Auslichten
Viele Sträucher bilden von der Basis, (Wurzeln), neue Triebe. Mit den Jahren werden diese dicker, länger und verholzen. Von unten wachsen immer neue Triebe dazwischen. Solche Sträucher werden alle 2-4 Jahre ausgelichtet, dabei werden die jeweils ältesten Äste und Zweige dicht über den Boden herausgeschnitten. Die jüngeren haben dann wieder genügend Platz und Licht um sich zu entfalten. Der beste Schnittzeitpunkt ist nach der Blüte.

2. Stutzen
Anders wird mit Sträuchern verfahren, die aus einem Grundtrieb heraus dichte, feintriebige Äste ausbilden.
Die Blüten werden dabei am einjährigen Holz gebildet, häufig frieren oder faulen die vorjährigen Triebe im Winter stark zurück. Diese Sträucher sollten im Frühjahr gleichmäßig, entweder gerade oder in rundförmig, bis ins alte Holz, zurückgeschnitten werden. Auf diese Weise bilden sich dann schnell zahlreiche jungtriebe mit Blütenknospen, und die Sträucher werden dichter und kompakter.